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Eine von vielen Traumafolgen kann dissoziieren sein.
Eine Methode der Traumatherapie ist die Ego-States-Therapie. Bei dieser und anderen Formen der Traumatherapie wird versucht sich "abgespaltener" Persönlichkeitsanteile bewusst zu werden.
Allein die Bewusstwerdung kann dann schon dabei helfen, den "abgespaltenen" Teil wieder mehr in die Gesamtpersönlichkeit einzubinden.
In diesem Blog schreibe ich keine wissenschaftlichen Abhandlungen, das machen schon die entsprechenden Fachkräfte.
Was ich mache, ist die Grauzonen aufzudecken, die in den wissenschaftlichen Abhandlungen nicht vorkommen, da es für diese Zonen keine direkt sichtbaren Belege gibt, wie z.B. die Dissoziationen oder Panikattacken.
Da ich schon mit gemischten Gefühlen gezeugt und empfangen wurde, kannte ich nichts anderes als gemischte Gefühle. Unbewusst habe ich immer wieder Beziehungsgeflechte in meinem Leben geschaffen, welche dem Ursprungsgefühl in meiner Familie entsprachen.
Ich habe diese Beziehungsgeflechte erst bemerkt, als sich in meinem Leben ein Alleinsein entwickelte, in welchem ich mit einem Hund zusammenlebe, viel in der Natur unterwegs bin und das letzte toxische Bindeglied zu meiner Vergangenheit durchtrennt hatte.
Jetzt kommt die These von Prof. Dr. IrvinYalom, der die Behauptung aufstellt, dass der Mensch in existenzieller Isolation lebt.
Die Antithese von Prof. Dr. med. Luise Reddemann besagt, dass es eine existenzielle Verbundenheit gibt.
Laut Wikipedia wird in der Psychologie "die Synthese als Verknüpfung oder Verbindung von mehreren Daten, Empfindungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen im Denken zu einer Einheit oder „Ganzheit“ bezeichnet."
Ich meine das existenzielle Isolation nur durch existenzielle Verbundenheit und existenzielle Verbundheit nur durch existenzielle Isolation wahrgenommen werden kann. Beides bildet eine Einheit.
Bei einer Dissoziation wird zwar eine Teil der Persönlichkeit "abgespalten", dieser kann aber in der Traumatherapie bewusst gemacht werden, aber nur dann, wenn es auch eine Gesamtpersönlichkeit gibt, von welcher der "abgespaltene" Teil ein Teil ist.
Das ist meine Meinung. Allein durch das Aufschreiben meiner Gedanken, kommt mehr Ordnung in meine traumatisierte Gedankenwelt. Diese Ordnung gibt mir ein Stück mehr Sicherheit, dass ich dem Wahnsinn meiner Traumatisierung, die sich im Wesentlichen unbemerkt vollzog, nicht ganz schutzlos ausgeliefert bin.
Klaus-Michael Jetter